Topographie des Terrors Berlin

Wesentliches Gestaltungselement ist ein Pult, welches das Gelände als authentischen Ort des Geschehens rahmt und zum eigentlichen Ausstellungsobjekt erhebt. Das Pult führt den Besucher auf dem historischen Gehweg entlang der ehemaligen Bebauung. Immer mit dem Blick auf das Gelände folgt der Besucher einem erläuternden Erzählstrang, der die Geschehnisse des Ortes dokumentiert. An den ehemaligen Gebäudeeingängen wird die Linearität des Pultes unterbrochen. Auf das Gelände vorspringende Balkone formulieren Stationen im Bewegungsstrom, die das genauere Studieren der Grabungsstätten ermöglichen. An der Anhalter Straße endet das Pult entsprechend der hier endenden Gebäudehistorie. Ein über dem Gelände schwebender Holzsteg führt den Besucher durch das Robinienwäldchen zum Besucherzentrum.
Die Ausgrabungsstätten sind umgeben von kargem Schotter. Steppenartiger Bewuchs schließt an die Grabungen an. Im Bereich der ehemaligen Parkanlage des Prinz-Albrecht-Palais wird das Robinienwäldchen der natürlichen Entwicklung überlassen. Die ehemaligen Gefängniszellen, der Gedenkort für die Opfer, werden als Mittelpunkt in das Besucher- und Dokumentationszentrums integriert. Das Gebäude setzt hier einen von allen Seiten wahrnehmbaren Schwerpunkt auf dem Gelände.
“Die beiden weiteren Ankäufe stellen Lösungen dar, die man sich auch weit vorne vorstellen könnte, vor allem den von Busmann und Haberer/ relais.” Dieter Hoffmann-Axthelm in Bauwelt 09/06

Realisierungswettbewerb 2005
Ankauf
Auftraggeber: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Architektur: Busmann + Haberer
Größe: 30.000 qm