Berta-Kröger-Platz Hamburg

Das Umfeld des Berta-Kröger-Platzes gehört zu den urbansten Bereichen der Flussinsel Hamburg-Wilhelmsburg, dessen Erscheinungsbild im Laufe des 20. Jahrhunderts durch austauschbare städtebauliche Konfigurationen besetzt und damit vom spannungsreichen Wechselspiel der umgebenden Kultur- und Stadtlandschaft entkoppelt wurde. Der Entwurf zielt daher über die Entwicklung einer kohärenten landschaftsarchitektonischen Gestaltung auf die Erzeugung von Aufenthaltsqualitäten, die zur Grundlage für das Entstehen einer quartierseigenen Atmosphäre und Identität werden können.
Zur Schaffung räumlicher Klarheit werden die Bodenbeläge, Beleuchtung und Möblierung vereinheitlicht und die angrenzenden Gebäudekanten im Bereich der Bahnhofspassage durch einen Gehölzsaum vereinfacht. Von diesem homogenen Hintergrund hebt sich der zentrale Teil des Berta-Kröger-Platzes durch einen Belag aus leicht topographisch modellierten Betonwerksteinplatten ab, deren Formen sich am landschaftlichen Erscheinungsbild der Flussinsel orientieren. Dieser Bereich wird durch Zuläufe im Boden im Zyklus der Hamburger Tide geflutet und damit in artifizieller Weise wieder auf die Rhythmik des landschaftlichen Kontextes der Flussinsel bezogen. Diese Dynamik reagiert auch auf urbane Ereignisse, so dass die Markttage während einer 'künstlichen Ebbe' auf dieser Fläche stattfinden können.

Gutachterverfahren, 2009
1. Preis
Bauherr: Stadt Hamburg
Planung: Leistungsphase 1-5
Fertigstellung: 2013
Größe: 17.000 qm